[Siegel der Notarskammer]



Faber
&
Blom
Notare
Amsterdam





ABSCHRIFT DER URKUNDE
ZUR GRÜNDUNG
DER STIFTUNG
TRITSCH VOLLMER STRUIK






[Siegel der Notarskammer]


Geschäftszeichen: 128.315
Aktenzeichen: 51.918




GRÜNDUNG EINER STIFTUNG







Heute, am 25. Juni 2001, erschienen vor mir, Mag. jur. Ernst
Olaf Faber, Notar in Amsterdam:
1. Frau Gabriele Ingrid Vollmer, geboren in Donaueschingen

(Deutschland) xx x. xxx 1948, wohnhaft in xxxxxxx xxxxx, xx

xxxxxxxx xx, Inhaberin eines niederländischen Passes mit der

Nr. N90882810, verheiratet mit Herrn Hendrik Struik;
2. Herr Hendrik Struik, oben genannt, geboren in ZwoIle xx xx.

xxxxxxxx 1944, wohnhaft in xxxxxxx xxxxx xx xxxxxxxxx xx,

Besitzer eines niederländischen Passes mit der Nr. N99652944,

verheiratet wie oben genannt.
Die erschienenen Personen erklärten, mit dieser Urkunde eine
Stiftung zu gründen und dafür folgende Satzung festzusetzen:
NAME UND SITZ
Artikel 1
1. Die Stiftung trägt folgenden Namen:

Stichting Tritsch Vollmer Struik (TVS); sie kann als

Abkürzung auch bezeichnet werden als "Stichting TVS".
2. Sitz der Stiftung ist Amsterdam.
ZWECK
Artikel 2
1. Die Stiftung hat folgenden Zweck:
a. Gewährung einer ergänzenden Studienzulage für eine

Berufsausbildung, für die Fortbildung, Zusatzausbildung

oder Umschulung von Nachfahren der Gründers der Stiftung,

nämlich Herr Hendrik Struik und Frau Gabriele Ingrid Struik-

Vollmer;
b. Gewährung einer zusätzlichen Studienzulage zugunsten anderer,

vorzugsweise aus Entwicklungsländem stammend;
c. Bereitstellung einer zusätzlichen Mobilitätsbeihilfe zugunsten

der unter 1a und 1b genannten Personen im Rahmen

internationaler Studien.
2. Die genannten Zulagen werden nur für den Fall zur Verfügung

gestellt, daß die Betroffenen keine anderen Moglichkeiten

haben, eine Zulage zu erhalten.
3. Der Vorstand wird durch Auszahlungsreglement weitere

Regelungen bezüglich der Bedingungen und Modalitäten

Regelungen im Zusammenhang mit den Zulagen erlassen.
MITTEL
Artikel 3
Die Stiftung ist bemüht, ihren Zweck zu erreichen durch:
a. Gewinnung von Fonds;
b. Verabschiedung eines Auszahlungsreglements;
c. alle anderen Mittel, die dem Zweck dienlich sein können.
GELDMITTEL, GESCHAFTSJAHR, JAHRESABSCHLUSS
Artikel 4
1. Die Geldmittel der Stiftung bestehen aus:
a. Vergütungen im Zusammenhang mit nachweislichen Diensten;
b. Subventionen;
c. das, was die Stiftung durch Schenkung, Erbschaft und Legate

erhält;
d. alle anderen Einnahmen.
2. Der Schatzmeister verwaltet die Geldmittel und ist im Rahmen

dieser Tätigkeit der Stiftung gegenüber verantwortlich.
3. Das Geschäftsjahr der Stiftung ist gleich dem Kalenderjahr.
4. Nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres werden die Bücher der

Stiftung geschlossen; daraus werden eine Bilanz sowie eine

Einnahmen- und Ausgabenrechnung angefertigt, einhergehend

mit einer Erläuterung, die dem Vorstand vorgelegt werden.
5. Der Vorstand kann diese Unterlagen von einem Sach-

verständigen oder von einer zu diesem Zweck ernannten

Kommission prüfen lassen.
6. Die Verabschiedung oder Genehmigung der genannten Unterlagen

durch den Vorstand dient zur Entlastung des Schatzmeisters

für die von ihm geleistete Tätigkeit.
7. Der Schriftführer sorgt dafür, daß die Bilanz und die

Einnahmen- und Ausgabenrechnung mit einem Jahresbericht

einhergehen, in dem die wichtigsten Tätigkeiten und

Entwicklungen der Stiftung dargestellt werden.
8. Jedes Vorstandsmitglied hat jederzeit Anspruch auf

Einsichtnahme in alle Bücher und Unterlagen der Stiftung

sowie auf Überprüfung der Kasse.
VORSTAND
Artikel 5
1. Der Vorstand der Stiftung ist mit der Leitung der Stiftung

betraut.
2. Der Vorstand besteht aus mindestens drei und höchstens fünf

Mitgliedern. Die Anzahl der Mitglieder des Vorstands wird

vom Vorstand festgelegt.
3. Die Stiftung hat auf jeden Fall einen Vorsitzenden, einen

Schriftführer und einen Schatzmeister.

Ein Vorstandsmitglied kann nicht mehrere Vorstands-

funktionen ausüben.
4. Vorstandsmitglieder, die Vorsitzender oder Schatzmeister sind,

sind grundsätzlich rechtmäßige Nachfahren des in Artikel 2

der Satzung genannten Ehepaars Struik-Vollmer.

Erstmals können Herr und Frau Struik-Vollmer auch selbst als

Vorstandsmitglieder ernannt werden.
5. Der Vorstand ernennt zum Vorsitzenden vorzugsweise den oder

die Nachfahren oder den ältesten Sohn oder die älteste

Tochter des oben genannten Ehepaares.

Wenn dieser (diese) Nachfahren diese Funktion nicht

übernehmen kann (können) oder will (wollen) oder sie nicht

länger ausüben kann (können) oder will (wollen), ernennt

der Vorstand zum Vorsitzenden vorzugsweise den nächst-

folgenden Bruder oder die nächstfolgende Schwester des

(der) Nachfahren.

Wenn dieser (diese) Nachfahren diese Funktion nicht über-

nehmen kann (können) oder will (wollen) oder nicht länger

ausüben will (wollen) oder kann (können), ernennt der

Vorstand zum Vorsitzenden vorzugsweise einen der Brüder oder

Schwestem des (der) Nachfahren oder in erster Linie den

nächstfolgenden Bruder oder die nächstfolgende Schwester.
6. Der Vorstand ernennt als Schatzmeister vorzugsweise einen

der Brüder oder Schwestern des (der) oben genannten

Nachfahren, und zwar zunächst den erstfolgenden Bruder oder

die erstfolgende Schwester.
7. Der Vorstand ernennt zum Schriftführer einen Dritten oder

eine Person, die nicht zu den Nachfahren des oben genannten

Ehepaares Struik-Vollmer gehört und nicht Mitglied der

Familie Struik oder der Familie Vollmer ist und in keine der

beiden Familien eingeheiratet ist, vorzugsweise aber der

Familie Struik-Vollmer nahesteht.
8. Eventuelle übrige Vorstandsmitglieder sind Dritte im oben

genannten Sinne.
9. Für alle Nachfahren des oben genannten Ehepaares Struik

-Vollmer gilt, daß sie erst für die Übernahme einer

Tätigkeit als Vorstandsmitglied in Betracht kommen, wenn

sie 50 Jahre alt oder älter sind.
10.Andere Vorstandsmitglieder (Dritte) werden von den übrigen

Vorstandsmitgliedern ernannt; wenn im Rahmen eines solchen

Beschlusses Stimmengleichheit herrscht, entscheidet der

Vorstandsvorsitzende.
11.Falls keiner der Nachfahren des mehrfach genannten

Ehepaares StruikVollmer für die Übernahme einer Tätigkeit

als Vorstandsvorsitzender oder Schatzmeister in Betracht

kommt bzw. diese Übernahme nicht wünscht, wird diese

Funktion von einem anderen Vorstandsmitglied (einem Dritten)

übernommen, wobei die Ernennung durch den Vorstand erfolgt.
12.Der Vorstand hat das Recht, sich selbst in Hinblick auf die

Bestimmungen in diesem Artikel zu vergrößern und zu

erweitern.
13.Auch dann, wenn die ZahI der Vorstandsmitglieder unter drei

abgesunken ist, bleibt der Vorstand entscheidungsbefugt; es

besteht dann allerdings die Verpflichtung, die offene

Position (offenen Positionen) so rasch wie möglich zu

besetzen.
14.Die Vorstandsmitglieder dürfen von der Stiftung keine

finanziellen Vorteile erhalten.
15.Die Vorstandsmitglieder, die nicht Nachfahren des mehrfach

genannten Struik-Vollmer sind, treten nach maximal fünf

Jahren im Sinne eines vom Vorstand festzulegenden Plans

zurück; bei Rücktritt sind sie neu wählbar.
VORSTANDSSITZUNGEN
Artikel 6
1. Der Vorstand tritt immer dann zusammen, wenn ein oder mehrere

Vorstandsmitglieder dies für notwendig halten.
2. Im Zusammenhang mit der Rechtsgültigkeit eines Vorstands-

beschlusses ist erforderlich, daß die Mehrheit von mindestens

4/5 der Gesamtzahl der amtierenden Vorstandsmitglieder

anwesend sind.
3. Beschlüsse werden mit einer Mehrheit von 4/5 der

ausgebrachten Stimmen gefaßt.
4. Über Personalentscheidungen wird schriftlich abgestimmt; über

Sachentscheidungen wird mündlich abgestimmt, es sei denn,

ein Vorstandsmitglied verlangt die schriftliche Abstimmung.
5. Der Vorstand hat das Recht, auch außerhalb einer Vorstands-

sitzung Beschlusse zu fassen. Zu diesem Zweck ist

erforderlich, daß die Beschlusse einstimmig gefaßt werden

und daß die Vorstandsmitglieder ihre Stimme schriftlich

ausbringen.
6. Ein Vorstandsmitglied kann sich nur von einem schriftlich

bevollmächtigten anderen Vorstandsmitglied vertreten lassen.
BEFUGNISSE, VORSTAND, VERTRETUNG
Artikel 7
1. Der Vorstand hat das Recht, Rechtshandlungen vorzunehmen,

wozu auch der Abschluß von Verträgen zum Erwerb, zur

Veräußerung oder zur Belastung von registrierpflichtigen

Sachen gehört.
2. Der Vorstand ist nicht berechtigt, Verträge abzuschließen,

aus denen sich für die Stiftung Verpflichtungen als Bürge

oder solidarischer Mitschuldner ergeben, sie sich für einen

Dritten einsetzt oder Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit

der Bereitstellung von Sicherheiten für die Schulden eines

Dritten eingeht.
3. Die Stiftung wird vom Vorstand sowie von zwei Vorstands-

mitgliedern gemeinsam vertreten, wozu auf jeden Fall der

Vorstandsvorsitzende oder der Schatzmeister gehören
BEENDIGUNG DER VORSTANDSMITGLIEDSCHAFT
Artikel 8
Die Vorstandsmitgliedschaft endet durch:
a. regelmäßigen Rücktritt, vorbehaltlich einer Neuernennung;
b. Tod,
c. schriftliche Kündigung an den Stiftungsvorstand;
d. vorzeitige Befreiung von der Vorstandsfunktion nach einem

Vorstandsbeschluß, gefaßt auf einer Versammlung, auf der alle

Vorstandsmitglieder anwesend sind; der Beschluß muß mit

mindestens 4/5 der Anzahl der ausgebrachten Stimmen gefaßt

werden.
KOMMISSIONEN
Artikel 9
1. Der Vorstand kann sich von einer oder von mehreren

Kommissionen unterstützen lassen.
2. Die Zusammensetzung, die Aufgabe und die Vorgehensweise einer

Kommission werden - möglichst nach Rücksprache mit der

Kommission -durch Reglement vom Vorstand festgelegt.
ANDERUNG DER SATZUNG, AUFLÖSUNG
Artikel 10
1. Der Vorstand hat das Recht, die Satzung zu ändern oder die

Stiftung aufzulösen, vorausgesetzt, ein entsprechender

Beschluß wurde mit einer Mehrheit von mindestens 4/5 der

gültig ausgebrachten Stimmen auf einer Versammlung gefaßt,

auf der alle Vorstandsmitglieder anwesend waren.
2. Satzungsänderungen treten erst dann in Kraft, wenn sie

notariell beurkundet sind.
3. Im Falle einer Auflösung der Stiftung - vorbehaltlich eines

anders lautenden Beschlusses - wird der Vorstand mit der

Liquidation betraut.

Ein eventueller Überschußsaldo wird einer Einrichtung mit

einem ähnlichen Ziel zur Verfügung gestellt.
AUSZAHLUNGSREGLEMENT/HAUSHALTSREGLEMENT
Artikel 11
1. Die Stiftung kann neben dem Auszahlungsreglement auch ein

Haushaltsreglement festlegen.
2. Das Haushaltsreglement darf nicht im Widerspruch zu den

gesetzlichen Bestimmungen oder zur Satzung stehen.
SCHLUSSBESTIMMUNGEN
In allen Fällen, die in der Satzung nicht geregelt sind,
entscheidet der Vorstand.
Abschließend erklärten die erschienen Personen, daß zu den
ersten Vorstandsmitgliedern der Stiftung ernannt werden:
1. Frau G. I. Struik-Vollmer, oben genannt,Vorstandsvorsitzende;
2. Herr H. Struik, oben genannt, Schatzmeister;
3. Herr Hermann Gustav Lietzmann, wohnhaft in xxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxx, xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx, geboren in

Sprang-Bad Rothenfelde in Deutschland xx xx. xxxxxx 1946,

Schriftführer.
Die erschienen Personen erklärten, rechtzeitig zuvor Gelegenheit
erhalten zu haben, den Inhalt dieser Urkunde zur Kenntnis zu
nehmen und damit einverstanden zu sein.
Die erschienen Personen sind mir, Notar, bekannt, ihre Identität
habe ich, Notar, anhand der dazu bestimmten Dokumente
verifiziert.
Davon wurde urschriftlich in Amsterdam an dem Tag, der am Beginn
dieser Urkunde genannt ist, eine Urkunde ausgefertigt. Nach
Mitteilung des sinngemäßen Inhalts dieser Urkunde vor den
erschienen Personen und nach Erläuterung dieses Inhalts habe ich,
Notar, die erschienen Personen auf die Folgen hingewiesen, die
sich aus dem Inhalt dieser Urkunde ergeben.
Anschließend wurde diese Urkunde nach verkürztem Verlesen von
den erschienenen Personen und von mir, Notar, unterzeichnet.

Folgt Unterschrift.

AUSGESTELLT ALS ABSCHRIFT

[Paraphe]



[Rundstempel des Notars Mag.jur. Ernst Olaf Faber]




Hiermit bescheinige ich die
Vollständigkeit und Richtigkeit
der vorstehenden Übersetzung aus
der niederländischen in die
deutsche Sprache.

Uedem,

unter AZ 316 E-1900